Read Der Duft von Erde und Zitronen by Margherita Oggero Peter Klöss Online

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Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach Freiheit immerWie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen....

Title : Der Duft von Erde und Zitronen
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ISBN : 9783442746958
Format Type : Paperback
Number of Pages : 320 Pages
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Duft von Erde und Zitronen Reviews

  • Nicole
    2019-04-17 01:16

    Wie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven und zudem nicht chronologisch erzählt, was zunächst verwirrt und den Einstieg erschwert. Es hat für meine Verhältnisse eher lange gedauert bis ich einen Zusammenhang erkennen konnte. Aber wegen der schönen Wortwahl und Bildsprache bin ich dran geblieben, obwohl ich, rein vom Inhalt her, eher abgebrochen hätte. Im letzten Drittel nahm glücklicherweise die Geschichte an Fahrt auf. Das Buch ist insgesamt sehr emotional. Das Gefühlsleben der Protagonisten steht im Vordergrund. Das Ende ist leider zu abrupt. Kann man lesen, muss man meiner Meinung nach aber nicht. 

  • Tintentraeume
    2019-03-31 02:02

    Das Unglück kam unmerklich, wie eine Blindschleiche, die sich durch den Spalt unter der Tür hindurchwindet, und da anfangs nichts auf eine Bedrohung hindeutete, machte sich niemand sonderlich Sorgen."Der Duft von Erde und Zitronen" - Margherita Oggero[S. 83]Inhalt:Im Süden Italiens lebt eine kleine Familie, die besonders eines auszeichnet: Ihre Liebe zueinander und ihre Loyalität. Denn egal welcher Schicksalsschlag sie heimsucht, sie halten zusammen wie Pech und Schwefel. Ein Teil dieser Familie ist die dreizehnjährige Imma. Das junge Mädchen hängt ständig ihren Gedanken nach, sucht die Nähe zur Natur und versucht ihren Platz in der Welt zu finden. Doch in dem kleinen Dorf, indem Imma mit ihrer Familie wohnt, ist dies gar nicht so einfach, denn das Dorf wird von der Mafia beherrscht - und dies soll ihr bald zum Verhängnis werden. Als Imma eines Tages mit dem Sohn des Mafiabosses Enzino aneinandergerät, ändert sich ihr Leben schlagartig und sie muss überstürzt die Stadt verlassen. Die Flucht treibt sie in den Norden Italiens, zu ihrer Tante, wo sie wie eine Gefangene ihr Dasein in dessen Wohnung verbringen muss, fernab von allen Blicken. Voller Sehnsucht nach zu Hause, hält sie es schon bald nicht mehr in der Wohnung aus und flüchtet nach Draußen, wo sie nicht nur auf den attraktiven und sympathischen Buchhändler Paolo stößt, sondern auch die Liebe zu Büchern und Geschichten entdeckt.Immas Leben ist nicht immer einfach gewesen. Immas Leben ist gefährlich. Immas Leben ist ein Geheimnis.Meinung:"Der Duft von Erde und Zitronen" ist ein ganz besonderer Roman, der einen mit seiner ländlichen und lebendigen Kulisse schon nach den ersten Seiten, wie ein warmer Mantel umhüllt und in die Tiefen Italiens und dessen Kultur entführt. Auf sehr bildliche und verzaubernde Weise erzählt Margherita Oggero von Sitten, Bräuchen und eines der wohl dunkelsten Italienthemen: der Mafia. Sehr eindrucksvoll und sehr gefühlvoll geht sie auf die Geschichte der dreizehnjährigen Imma und ihrer Familie ein, indem sie zunächst weit ausholt und den Erzählstrang von drei Generationen aufnimmt. Der Anfang der Geschichte ist so zunächst verworren wie ein großes, von riesigen grünen Hecken umsäumtes Labyrinth. Die Kapitel sind relativ klein, die Zeitsprünge bzw. die Perspektivsprünge hingegen sehr groß, so dass man sich zunächst nicht leicht tut, sich auf den Seiten zu Recht zu finden. Dies ändert sich jedoch im Verlauf und wenn sich am Ende alle Vorhänge gelüftet haben, vermag man erst das ganze Ausmaß zu verstehen und begreift, warum die Autorin hier soweit zurückgehen musste. Obwohl die Figuren relativ schemenhaft gezeichnet werden, schaffen sie es doch, sich kraftvoll und nachhaltig im Kopf der Leser zu materialisieren. Ihr Charakter erschließt sich erst, wenn man das ganze Buch in sich aufgenommen hat, denn ihre Eigenschaften zeigen sie mit dem, was sie tun - wie sie lieben oder was sie bereit sind, für das Leben anderer zu riskieren. Frau Oggero spielt hier auf den ersten Blick mit vielen Stereotypen, wie etwa mit des der temperamentvollen und ihre Kinder und Enkel beschützenden Mutter, der störrischen Tochter, die nur eines will, ihrem Herzen folgen und mit dem der Mafia, die Dörfer und Menschen beherrscht und sich nicht nur einmal über die Justiz hinweg setzt und nach eigenem Ermessen Selbstjustiz übt und diese gekonnt weiß zu verschleiern. Jedoch benutzt sie diese Stereotypen auf ganz einfache, glaubwürdige und somit authentische Art und Weise.Was mir jedoch besonders gefallen hat, dass dieser farbenfrohe und atmosphärische Roman so schön uneindeutig ist. Dadurch bleibt er selbst lange nach der letzten Seite noch im Gedächtnis und regt zum Nachdenken an. Man setzt sich intensiv mit jedem Buchstaben auseinander und versucht hinter diesem geheime Botschaften zu entdecken. Besonders als Imma bei einem ihrer heimlichen Ausflüge auf dem Markt den jungen Paolo kennenlernt, der Bücher verkauft. Imma findet in den Geschichten, die er ihr gibt, ganz viel Hoffnung und Mut. Dabei steht an keiner Stelle der Buchtitel, des jeweiligen Werkes, aber wenn man ganz genau hinsieht, die Geschichte an sich ran lässt, fällt es einem plötzlich wie Schuppen von den Augen. Die liebevollen Beschreibungen des, mich schon immer anziehenden und faszinierenden Landes Italien, stehen in einem guten Kontrast zu den düsteren Machenschaften der Mafia. Jedes Wort ist Poesie und trägt viel zur eigentlichen Grundstimmung des Werkes bei. Auf den ersten Blick wird hier lediglich eine Familiengeschichte erzählt, aber sieht man genauer hin, dann geht es um viel tiefer gehende Themen, wie Freiheit und den Mut das Richtige zu tun um sein Glück zu finden. Am Ende keimt in einem das Bedürfnis auf, sein eigenes Leben mit dem gleichen Mut und der gleichen Willensstärke wie Imma entgegen zu treten. Man hat das Gefühl, dass man die ganze Welt verändern könnte. Das offene Ende stört mich deshalb in keinster Weise, denn gerade durch dieses, kriecht die Handlung unter die Haut und sorgt nach dem Zuklappen für ein wohlig warmes Gefühl und Gänsehaut.Letztlich war ich jedoch doch ganz schön überrascht von diesem Werk. Der Klappentext hatte mir von einer Geschichte erzählt, in der es um ein kleines Mädchen geht, dass ihrer Gefangenschaft durch ihre neu entdeckte Liebe zu Geschichten und Abenteuern entgeht und darin Trost findet. Leider gestaltet sich die eigentliche Handlung dann doch anders und Immas Bücher nehmen darin nur eine kleine Nebenrolle ein. Zwar eine Entscheidende, aber doch eine Nebenrolle. Auch die Tatsache, dass hier schon der Grund ihrer Flucht und Gefangenschaft aufgegriffen wird, der sich im Buch erst auf den letzten Seiten enttarnt und beim Leser noch mehr unter die Haut gehen und für Überraschung sorgen würde, würde er dies nicht schon von Beginn an wissen, ist wohl eher nicht sonderlich geschickt und raubt dem Roman ein Wenig an Reiz. Weshalb ich an dieser Stelle nur davon abraten kann, den Beschreibungstext zu lesen. Fazit:"Der Duft von Erde und Zitronen" erzählt von beklemmenden Wahrheiten und unterlegt diese, fast schon auf spielerische Art, mit greifbaren Methapern und Beschreibungen, wodurch jedes Kapitel, mag es auch noch so kurz sein, eine lebendige Kulisse und lebhafte Figuren hervorbringt. Frau Oggero hat hier einen Roman erschaffen, der tief unter die Haut geht, sich dort einnistet und noch lange Zeit, nach den letzten gelesen Seiten, Worten und Buchstaben zum Nachdenken anregt. Ein Werk voller Magie, Hoffnung und Kraft, welches das Bedürfnis im Leser weckt, das eigene Leben in die Hand zu nehmen und die Welt zu verändern.

  • charta
    2019-04-06 03:07

    Storia di formazione al sapor di camorra. La lingua mescidata di italiano e campano, il periodare asciutto, lacerti letterari come Lorca, vita plausibilissima. Libro ariosamente semplice, respiro profondo nel guazzabuglio di stili malamente malamente ricercati, non un capolavoro, pure artigianato serio, da tre stelle piene.

  • Lettersalad
    2019-04-04 02:55

    Da ich irgendwie ein Faible für Mafia Geschichten habe, landete dieses Buch ganz schnell ganz oben auf meiner Wunschliste. Imma ist erst dreizehn Jahre alt aber hat in ihren kurzen Leben schon viel mitgemacht. Bis man zu ihrer tatsächlichen Geschichte gelangt, d.h. bis man erfährt, warum das Mädchen aus Süditalien zu ihrer Tante in den Norden fliehen musste, vergeht eine ganze Weile. Der Beginn der Geschichte liegt zwei Generationen zurück, bei Immas Großmutter Assunta sowie ihrer Mutter Melina. Es dauerte lange, ehe ich die ganzen verstrickten Zusammenhänge ordnen konnte, da immer mehr Tanten, Onkel, Cousinen, Schwägerinnen usw. auftauchen, die alle ihren Platz in diesem Buch bekommen. Zwischenzeitlich habe ich mich da schon das ein oder andere Mal gefragt, ob es tatsächlich nötig ist, jedes Mitglied der Familie so genau zu beschreiben.Das Buch ist ganz klar ehr eine Familiengeschichte, vor allem die der Frauen der Familie Schettino. Ob nun die quirlige Mamma Assunta, die unglückliche Melina, die tüchtige Graziella, die enttäuschte Rosaria oder die clevere, kleine Imma - Sie alle tragen diese Geschichte und prägen sie mit ihrer Charaktervielfalt. Wer also eine Art Mafia Krimi erwartet, der wird mit diesem Buch ehr weniger bedient sein.Dennoch hat mich dieses Werk von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen. In erster Linie lag das an diesem wunderschönen, unverwechselbaren Schreibstil, den man einfach genießen muss. Die Autorin schreibt aus Immas Ich-Perspektive als auch aus der allwissenden Perspektive. Margherita Oggero vermag es dabei ganz grandios, ganz unterschwellig Details in ihre Geschichte einzubauen, die man einfach überliest, wenn man nicht aufmerksam genug ist, die einen dann aber umso mehr faszinieren, wenn man sie schließlich entdeckt hat.Besonders Literatur hat einen hohen Stellenwert in Der Duft von Erde und Zitronen. Oftmals merkt man gar nicht, das Imma gerade ein Buch zitiert, da dieses Werk und der Autor lediglich umschrieben, aber selten namentlich genannt werden. Das diese Werke genannt werden, hat dabei einen ganz bestimmten Grund, eine Verbindung zu Imma und ihrer Geschichte.Auch die Wortwahl sucht ihresgleichen. So kann die Stimmung im Buch durch bloß einen Satz von einem Kapitel, welche durchweg sehr kurz gehalten sind zum nächsten stark schwanken. Beschreibt Imma im einem Kapitel noch, dass die "Schwermut wie eine streunende Katze ist, die einen hinterrücks anfällt" (S. 290), so muss man wenig später schon über den "Montag, der nicht schneller kommen konnte, da er kaputte Schuhe hat" (S. 297) lachen.Dieses Buch war ganz anders, als ich erwartet hatte. Es dreht sich hauptsächlich um Immas Familie, bis zu dem Tag, an dem ein Unglück geschah und Imma in etwas hineingezogen wurde, in das kein dreizehnjähriges Mädchen jemals hingezogen werden sollte. Man leidet mit ihr, man lacht mir ihr, man hofft mit ihr auf bessere Zeiten und lernt dabei Stück für Stück ihre Familie und die süditalienische Lebensart besser kennen. Man spürt wie Imma ein Stück weit erwachsener wird. Das Buch wird so lebendig erzählt, das man selber in diese Welt eintauchen kann, mit den Figuren mitfühlt und erst ganz am Schluss wirklich versteht, worin der Kern oder die Botschaft dieser Geschichte liegt.Der Duft von Erde und Zitronen ist ein Buch, welches seinen Lesern aufzeigt, wie unendlich wichtig Freiheit und Ziele im Leben sind, was sie überhaupt bedeuten und das es sich stets lohnt, mit aller Macht für sie zu kämpfen.

  • Francyy Barontini
    2019-04-13 05:16

    Un libro che cresce di intensità durante la lettura, con immagini poetiche e cruda realtà, entrambe viste con gli occhi di una DONNA tredicenne. Il tutto mediato dall'esistenza di altri libri, di poesie, di personaggi. Ho scoperto questo libro su consiglio di un'amicizia senza che ne avessi mai sentito parlare, senza leggere recensioni, ma adesso sarò io a consigliarono ad altri.

  • Alexandra
    2019-04-15 00:58

    "Das Unglück kam unmerklich, wie eine Blindschleiche, die sich unter den Spalt der Tür hindurchwindet, und da anfangs nichts auf eine Bedrohung hindeutete, machte sich niemand sonderlich Sorgen." *Seite 83Inhalt:Assunta und Saverio Palumbo sind stolz auf ihre drei Kinder Antonio, Salvatore und das Nesthäcken Melina, eine hochgewachsene Schönheit mit riesigen schwarzen Augen. Die Familie lebt in einem kleinen, etwas abgelegenen Dorf in der Nähe von Neapel, nahe der Küste. Ein Dorf, das unter dem Schutz des gefürchteten Don Raffaele steht, was aber auch für die Bevölkerung hohe Schutzgeldzahlungen nach sich zieht. Die Palumbos lassen sich nichts zuschulden kommen und leben unbehelligt und in Ruhe vor der Mafia ihr Leben.Bis das Schicksal gleich mehrfach bei der Familie zuschlägt:Melinas Ehe ist zum Scheitern verurteilt. Von ihrem Mann immer wieder betrogen, wird sie immer unglücklicher und zerbricht fast daran. Ein Autounfall beendet ihr Leben tragisch und zurück bleibt das Töchterlein Imma. Sie wächst fortan bei Assunta und Saverio auf, aber sie ist ein trauriges und zurückgezogenes Kind, das auch zeitweise vollkommen das Sprechen einstellt. Aber die Schönheit hat sie von ihrer Mutter geerbt und genau diese wird zu ihrem Verhängnis. Denn der Sohn Don Raffaeles hat ein Faible für junge, hübsche Mädchen. Als er sich unversehens über die erst dreizehn-jährige Imma hermachen möchte, wehrt sich diese und kämpft - mit fatalen Folgen! Im festen Glauben, den Sohn des Dons getötet zu haben, muss Imma fluchtartig das Dorf verlassen und findet Unterschlupf bei der "Extante" Rosaria oben im hohen Norden. Dort muss sie sich tagein, tagaus vor der gefürchteten Rache des Dons verstecken. Ihre einizigen Lichtpunkte in ihrem fortan trostlosen und einsamen Leben sind die Momente, in denen sie sich heimlich aus dem Hause schleicht und den jungen Buchhändler Paolo an dessen Marktstand trifft. Alleine durch seine Gegenwart gibt er ihr Kraft und Hoffnung.Und Kraft wird sie brauchen, als die plötzlich die Handlanger Raffaeles im Dorf sieht ...."Manchmal entscheidet sich ein Leben in einer einzigen Sekunde, einfach weil man falsch abgebogen ist. Aber wie hätte ich das vorher wissen sollen?"Seite 279Handlung & Charaktere: Margherita Oggero hat mit dem Roman "Der Duft von Erde und Zitronen" einen wahrlich faszinierenden, emotional geladenen Einblick in die oft trügerisch-harmonische Welt Italiens geschaffen. Ein Buch, dass den Leser mitnimmt auf eine Reise voller Gefühle und voller Emotionen - man taucht ein in die Geschichte und findet sich selbst wieder in dem kleinen Dörfchen nahe der Küste und ehe man sich versieht, befindet man sich mitten im Geschehen, atmet beinahe real den Duft der frischen Erde und der Zitronen ein und man spürt förmlich die Hitze Italiens auf der Haut. Es läuft einem wahrlich das Wasser im Munde zusammen, wenn man von Assuntas herrlichen Kochkünsten liest und man wünscht sich sehnlichst, ebenfalls am Tisch der Familie Platz zu nehmen und all die leckeren Gerichte zu kosten. Die Autorin hat durch ihre sehr bildreiche Ausdrucksweise eine sehr gelungene Atmosphäre geschaffen, die den Leser regelrecht in seinen Bann zieht.Auch der Aufbau des Buches gestaltet sich sehr anspruchsvoll und fordert den Leser.Zwei Handlungsstränge verknüpfen sich abwechselnd miteinander: Zum einen erfahren wir - aus Immas Sicht erzählt - die gegenwärtige Situation ihrer "Gefangenschaft" bei der Extante Rosaria und zum anderen bekommen wir auf der Sicht des Erzählers einen weitschweifigen Blick in die Vergangenheit der Dorfbewohner präsentiert. Zusammengeführt beschreibt dieser Roman die Schicksale dreier Frauen. Drei Frauen unterschiedlicher Generationen, deren Erfahrungen und Schicksale doch miteinander verbunden sind. Drei Frauen, die verzweifelt ihre Freiheit, ihr Leben suchen.Melina - schon so jung gefangen in einer Ehe, in der Liebe vergeblich gesucht wird. Ihr Mann schenkte ihr eine Tochter und vergnügt sich seitdem mit anderen Damen. Die sensible und sehr gefühlsorientierte Melina zerbricht daran. Sehnt sie sich doch einfach nach Geborgenheit und Familie.Imma - als kleines Mädchen muss sie den Tod der eigenen Mutter mit ansehen, später den Tod einer Mitschülerin und zuletzt blickt sie der großen Gefahr selbst ins Auge. Ihre Kindheit ist von tragischen Ereignissen geprägt. Aber Imma besitzt eine unglaubliche Stärke und Intelligenz und lässt sich trotz aller Erfahrungen nicht unterkriegen. Da sie ihre Geschichte selbst erzählt, erhält man sehr viel Einblick in ihre Gefühls- und Gedankenwelt und spürt so ihren verzweifelten inneren Kampf um Freiheit und Gerechtigkeit. Ihre zarten Gefühle, die sie für den Buchhändler Paolo entwickelt, zeigen, dass sie sich nicht unterkriegen lässt von den Erfahrungen, die sie selbst, Rosaria und auch ihre Mutter in Sachen Liebe einstecken mussten.Rosaria - die dritte Frau im Bunde. Da sich Imma im Laufe Ihrer Zeit bei der unnahbaren Rosaria doch noch mit ihr anfreundet und Rosaria auch das Gefühl vermittelt, eine Freundin zu sein, öffnet sich diese und erzählt Imma Häppchenweise ihr eigenes Schicksal, ihre eigene Lebensgeschichte. Und so fügt sich auch für den Leser langsam das Puzzle zusammen. Nun wird auch die Frage beantwortet, wer eigentlich Rosaria ist und in welcher Verbindung sie mit den Palumbos steht. Denn letzten Endes sind sie doch alle miteinander verknüpft. Drei Schicksale im Netzwerk des Dorfgeschehens, im Netzwerk der weitläufigen Familie.CoverDie Covergestaltung ist äußerst gelungen und sehr stimmig mit der Geschichte. Die Pastellfarben sind sehr harmonisch und das Gelb erinnert wieder an die Zitronen. Imma mit ihren kurzen Haaren, wie sie Tagein, Tagaus aus dem Fenster ihrer Kammer blickt, fasziniert von der "steinernen Stunde". Auch sehr passend präsentiert sich die Blüte, eingeschlossen in derFlasche. Sie steht symbolisch für die gefangene zarte "Blüte" Imma, die verzweifelt ihre Freiheit sucht.Mein persönliches Fazit:"Der Duft von Erde und Zitronen" hat mich vom ersten Moment an vollkommen in seinen Bann gezogen und begeistert. Margherita Oggero hat es geschafft, trotz der dominierenden melancholisch-düsteren Momenten eine bezaubernde Atmosphäre zu schaffen, was nicht zuletzt auf ihre äußerst bildreiche Landschafts- und Personenbeschreibung zurückzuführen ist. Ihre Sprache und Ausdrucksweise begeisterte mich auf Anhieb und ich habe jede Seite dieses Buches genossen.Ein Buch, dass mit Ruhe und Bedacht gelesen werden sollte. Ein Buch, dass zum Nachdenken anregt und dass einem nach dem Zuschlagen der letzten Seite noch lange im Kopf bleibt.Keinesfalls sollte man dieses Buch mal eben nebenbei lesen - die Art und Weise, wie die Geschichte aufgebaut und geschrieben ist, fordert beim Lesen. Ich habe festgestellt, dass ich sehr langsam und sehr bewusst gelesen habe und - was mir sehr positiv aufgefallen ist - die Ruhe automatisch beim Aufschlagen des Buches kam. Selten habe ich selbst ein solchen Phänomen erlebt.Für mich ein absolutes Lese-Highlight!

  • Bücher-Stöberia
    2019-04-01 03:01

    Mit ihrem Roman „Der Duft von Erde und Zitronen“ entführt Margherita Oggero ihre Leser nach Italien und lässt sie teilhaben am italienischen Lebensgefühl und dem Flair italienischer Großfamilien. Marktbesuchte, Essensdüfte, Sonnenschein, Blicke in unberührte Natur und beeindruckende Landschaftsbilder – sofort fühlt man sich wohl und heimisch und vor allem willkommen im fernen Land Italien. Umso erschreckender wirken dagegen die Szenen, die von der Macht der Mafia berichten. Diese sorgt für Angst und Schrecken, hat die Bewohner der kleinen italienischen Dörfer voll im Griff und bestimmt deren Alltag.„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist sowohl ein Familien- als auch ein Gesellschaftsroman. Denn Großfamilien wie die von Imma, der dreizehnjährigen Hauptperson des Buches, sind wohl typisch für italienische Lebensverhältnisse. Die Autorin spielt mit Klischees: der überfürsorglichen Großmutter; den draufgängerischen Männern, die meinen, das Zepter in der Hand zu halten: dem Wert von Traditionen. Aber so stellt man sich das Leben in Italien einfach vor, weshalb das Buch nicht urteilend oder kritisierend oder belächelnd wirkt.Das Buch umfasst das Schicksal dreier Generationen. Das Leben von Imma, ihren Eltern und ihren Großeltern sowie allen dazugehörigen Familienmitgliedern wird beleuchtet. Dabei springt die Handlung zwischen den drei Generationen und den daraus resultierenden drei Handlungssträngen hin und her. Am Anfang sind diese Sprünge noch etwas verwirrend, da man als Leser mit vielen Namen konfrontiert wird, von deren Namensträgern man sich zunächst noch kein klares Bild machen kann und auch nicht weiß, wer wie mit wem zusammenhängt. Im Verlauf des Buches werden die Zusammenhänge aber deutlich und spätestens nach dem ersten Drittel des Buches sind die Verwandtschaftsbeziehungen klar.Bruchstückhaft und wie bei einem Puzzleteil ergibt sich nach und nach ein Gesamtbild. Dabei ist es erstaunlich, wie bereits das Leben von Immas Großeltern Grundsteine dafür gelegt hat, wie Imma heute lebt. Erzählt wird von ungewollten Schwangerschaften, ungeliebten Schwiegertöchtern und überraschenden Mordversuchen. Teilweise mutet die Handlung schon recht grotesk an, bleibt aber durchweg authentisch und nachvollziehbar.Die Figuren des Buches sind allesamt herrlich lebendig. Dabei werden sie von der Autorin gar nicht sonderlich umfangreich beschrieben. Aber das macht ihren Reiz aus: Sie charakterisieren sich selbst. Durch ihr Verhalten und durch ihre Äußerungen. Durch den Aufbau des Buches und die Gliederung in drei Handlungsstränge, die alle den gleichen Umfang einnehmen, kann man als Leser jeden Charakter gleichermaßen gut kennen lernen.Imma ist als Dreizehnjährige schon sehr erwachsen für ihr Alter. Aber aufgrund dessen, was sie schon alles erlebt hat, wirkt dies dennoch realistisch. Ich habe ihr ihre Neunmalklugheit, ihre Besonnenheit und ihre Intelligenz problemlos abgenommen. Sie ist ein sehr sympathischer Charakter und letztendlich auch mein Lieblingscharakter, obwohl sie sich diese Position fast mit Tante Rosalia teilt, bei der Imma nun lebt.Als Imma zum ersten Mal einen Schritt aus der Wohnung der Tante wagt und schließlich auf den jungen Buchverkäufer Paolo trifft, habe ich sehr mit ihr mitgefiebert. Ein besonderes Detail, das mich als Leseratte natürlich sehr begeistert hat, ist übrigens, dass Imma von Paolo immer wieder Bücher kauft und diese dann heimlich liest. Das Lesen an sich spielt dadurch eine gewisse Rolle in diesem Buch und die diesbezüglichen Szenen waren immer sehr liebevoll beschrieben. Es ist übrigens sehr bezeichnend, dass Imma während ihrer „Gefangenschaft“ – als Gefangene fühlt sie sich zumindest – das Tagebuch der Anne Frank liest.Das Buch wird von einer melancholischen und irgendwie auch bedrückenden Grundstimmung beherrscht. Imma muss sich verstecken – die Hintergründe dazu sind brutal und gefährlich - und sehnt sich täglich nach nur ein paar Stunden in Freiheit. Immas Tante Rosalia ist unglücklich verliebt. Doch auch die Handlungsstränge, die in der Vergangenheit spielen, sind nicht immer schön. Und doch steht im Vordergrund immer der Familienzusammenhalt.„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist ein Buch über Liebe, Freundschaft, Familie, verzeihliche Fehler, das Erwachsenwerden. Es umfasst nur knapp mehr als 300 Seiten, und doch ist es ein tiefgründiger und bewegender Roman. Schön finde ich übrigens auch, wie das Buch zu seinem Titel gekommen ist, aber das verrate ich an dieser Stelle natürlich nicht. ;-)Das Ende des Buches ist leider recht offen, aber vermutlich hat die Autorin an der richtigen Stelle aufgehört. So bleibt Vieles der Fantasie des Lesers überlassen. Und das ist doch auch mal ganz schön.Der Schreibstil von Margherita Oggero ist sehr lebendig und gefühlvoll. Die Autorin versteht es, ihre Leser zu berühren, sie an in ihre Geschichte zu fesseln und sie für das Schicksal ihrer Figuren zu begeistern. Stellenweise mutet der Stil etwas poetisch an, ist insgesamt sehr warm und liebevoll.Mein Fazit:„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist ein Familienroman, der seine Leser nach Italien entführt und sie am italienischen Flair und Lebensgefühl teilhaben lässt.

  • Alisea
    2019-04-10 23:09

    Una bella storia, tristemente credibile, raccontata con elegante semplicità. Argomento sempre attuale, personaggi ben delineati e ben descritto il contesto sociale. Ritmo incalzante, una lettura consigliata

  • Sarah
    2019-04-13 00:21

    Hinter "Der Duft von Erde und Zitronen" von Margherita Oggero verbirgt sich in erster Linie eine sehr gelungene Familiengeschichte aus einem kleinen süditalienischen Dorf. Wer sich für eine solche interessiert, sollte aber einen Fehler nicht begehen: Den Klappentext des Verlags lesen, der auch überall, ob bei Amazon oder auf der Verlagsseite, als Kurzbeschreibung abgedruckt ist. Er verrät leider sehr viel und nimmt, wenn man ihn schon kennt, dem Roman einen Großteil seiner Geheimnisse. Meine folgende Inhaltsangabe wird jedenfalls einige Details, die dort verraten werden, aussparen...Inhalt: Imma, ein dreizehnjähriges Mädchen aus einem kleinen Dorf im Süden Italiens, versteckt sich seit einigen Wochen bei einer Tante im Norden. Ihre Familie fürchtet, dass ihr Leben durch die Mafia in Gefahr ist. Als Imma die Einsamkeit in der Wohnung der Tante nicht mehr erträgt, findet sie einen Weg sich hinauszuschleichen und lernt einen jungen Buchhändler kennen, der mit seinen Büchern ein bisschen Abwechslung in ihren tristen Alltag bringt und ihr hilft, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen..."Der Duft von Erde und Zitronen" erzählt in einem ständigen Wechsel der Perspektiven sowohl die gegenwärtige Geschichte der jungen, eingesperrten Imma, die in diesem Roman als Ich-Erzählerin auftritt, als auch die Geschichte ihrer süditalienischen Familie. Diese Zeitsprünge in die Vergangenheit machen den Roman sehr abwechslungsreich und enthüllen parallel zu Immas Entwicklung in der Gegenwart Stück für Stück das Schicksal der Familie, in dem sich viele Geheimnisse und traurige Überraschungen wiederfinden. Diese schrittweise Entschlüsselung der Familiengeschichte macht die eigentliche Spannung des Romans aus, was zusammen mit kleinen überraschenden Eingeständnissen am Ende eines Kapitels sehr gut gelungen ist.Besonders intensiv befasst sich der Roman mit dem Schicksal dreier Frauen, die in diese sehr traditionsbewusste, religöse und von der Mafia beherrschten Welt eines kleinen italienischen Dorfes hineingeboren sind.Leider wurden die Erzählperspektiven, nachdem sie erst sehr gut gewählt und umgesetzt waren und nie für Verwirrung sorgten, gerade zum Ende des Romans hin in einigen Kapiteln etwas schwammig, was mich bei dem ansonsten sprachlich sehr überzeugenden Buch, das vor allem durch einen geschwungenen Schreibstil begeistern kann, störte. Außerdem wirken Imma und ihre Familie, obwohl in der Gegenwart angesiedelt, sehr verstaubt und wie aus einer längst vergangenen Zeit. In einem traditionsbewussten Dorf voller Klatsch und Tratsch konnte ich diese scheinbarer Verstaubtheit zwar noch verstehen, aber durch die sehr bildhafte Sprache, welche die Autorin auch der 13jährigen Ich-Erzählerin Imma in den Mund legte, wirkte dieses Mädchen leider nicht mehr authentisch. Gedanken und Sprache von Imma passen leider weder ins 21. Jahrhundert noch zur Reife eines Teenagers. Durch die mangelnde Authentiziät und Verstaubtheit wirkte das Buch an einigen Stellen, trotz großer Emotionen und stimmiger, berührender Schicksale, oberflächlich. Wirklich schade.Auch Immas Entwicklung sowie das Ende konnten nicht ganz überzeugen. Die Ich-Erzählerin wechselt beinahe willkürlich zwischen Naivität und berechnender Intelligenz, die man ihr in anderen Situationen kaum zugetraut hätte und lässt dabei keinen schlüssigen Trend in ihrer charakterlichen Entwicklung erkennen. Ihre Beziehungen zu anderen Figuren des Romans sind dagegen gut gelungen. Eine etwas naive Liebe und unbeholfene Gespräche mit der Tante sorgten zwischendurch sogar dafür, dass die 13-Jährige in der Ich-Erzählerin doch noch zum Vorschein kam - wenn auch zu kurz. So sind es hauptsächlich die Nebencharaktere, die Tante, deren verhasste Schwägerin, die Oma, die den Roman tragen und lesenswert machen.Fazit: Ein insgesamt lesenswerter, aber nicht überragender Roman über ein Familienschicksal in Italien. 4 von 5 Sternen

  • grass_harp
    2019-04-19 21:13

    Meinung:Bücher aus dem schönen Land Italien halten in letzter Zeit vermehrt Einzug in mein Bücherregal. Die Mischung aus sommerlichem Klima, wirbelwindartigem Temperament und den bösen Machenschaften der Mafia ist sehr reizvoll. Deshalb ist es auch kein Wunder, dass „Der Duft von Erde und Zitronen“ mich derart neugierig machte.Anders als der Klappentext vermuten lässt, geht es in dem Buch nicht nur um Imma, die im Norden Italiens in einer Wohnung eingesperrt ist, um sich zu verstecken, und schließlich auf einer heimlichen Erkundungstour einen jungen Buchhändler kennenlernt, dessen Bücher sie neuen Mut fassen lassen. Natürlich ist das auch Teil der Geschichte. Doch gleichermaßen wird Immas Familiengeschichte aufgerollt und die Lebensgeschichte anderer für das Buch wichtiger Figuren. All das ist verpackt in kurze, knappe Kapitel, in denen nicht nur der Schauort und die Zeit, sondern auch die Erzählperspektive geändert werden. So liest man sich nach und nach in jeden für die Geschichte wichtigen Kopf hinein und springt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her.Das führt einerseits dazu, dass man die Figuren ziemlich gut kennenlernt. Ihre Gedanken und Motivationen eröffnen sich dem Leser, sodass man für vieles Verständnis aufbringen und sich in wenigen Situationen ohne zu zögern auf eine Seite schlagen kann. Denn Konflikte – sowohl innere als auch zwischenmenschliche – beherrschen dieses Buch, was es nicht immer ganz einfach, wohl aber sehr interessant macht.Der Nachteil der vielen Perspektiven besteht darin, dass man sich anfangs schwer zurechtfindet. Zu undurchsichtig ist die Konstellation und durch die kurzen Kapitel kommt man gar nicht richtig in den Situationen an, ehe man schon wieder herausgerissen wird. Wenn man sich an diese Erzählweise gewöhnen kann –was in meinem Fall glücklicherweise recht schnell ging – eröffnen sich in „Der Duft von Erde und Zitronen“ jedoch wunderbare Buchwelten. Denn Margherita Oggero schreibt trotz ihrer knappen Kapitel in einer Form, die das Geschehen direkt vor mein inneres Auge transportierte und mich deshalb begierig die Seiten umblättern ließ.Entweder durch beschriebene Geschehnisse oder auch Gedanken ihrer Charaktere spricht sie interessante Themen an, die noch länger im Kopf hängen bleiben. Besonders beeindruckt haben mich aber die Dialoge. Diese wirken nicht nur absolut natürlich, sondern transportieren auch ein paar Charaktereigenschaften mit sich. So fiel es mir nicht schwer in Unterhaltungen, bei denen die Sprecher der einzelnen Sätze nicht genannt wurden, den Urheber der jeweiligen Worte zuzuordnen. Gerade dieser Umstand haucht den authentisch gezeichneten Figuren in „Der Duft von Erde und Zitronen“ noch mehr Leben ein.So interessant ich die vielen Geschichten auch fand, merke ich, dass ich mich vom Klappentext etwas fehlleiten lassen habe. Denn Immas Geschichte in der Gegenwart nimmt lediglich ein Viertel des gesamten Romans ein. Den Klappentext finde ich daher nicht besonders gelungen. Enttäuscht wurden meine Erwartungen nicht, denn die restliche Geschichte ist wirklich gut, doch sie wurden geschickt umschifft, weil sich in dem Buch zu Großteilen etwas ganz anderes als angepriesen verbirgt. Fazit:„Der Duft von Erde und Zitronen“ ist eine Familiengeschichte, die durch viele Perspektiven und authentische Charaktere nie langweilig wird. Auch wenn der Roman größtenteils im sommerlichen Süditalien spielt, behandelt er traurige und harte Themen. Als Sommerlektüre mit Tiefgang daher sehr gut für junge und alte Belletristikleser zu empfehlen.

  • Tomjerry1
    2019-03-31 04:56

    ZUM INHALT:Ein fesselnder Sommerroman – kraftvoll und emotionalWie eine Gefangene lebt Imma in der Wohnung einer Tante hoch im Norden Italiens, weit weg von ihrem Heimatdorf bei Neapel. Die Dreizehnjährige ist in großer Gefahr, denn als der Sohn des Clanchefs sie zu vergewaltigen versuchte, schlug sie mit einem Stein zu. Jetzt soll sie dafür bezahlen. In der Einsamkeit der endlos scheinenden Tage wird Immas Wunsch nach Freiheit immer größer, bis sie sich schließlich stundenweise hinausschleichen kann und den jungen Buchhändler Paolo kennenlernt. Seine Bücher eröffnen ihr eine neue Welt und geben ihr den Mut, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen. Einfühlsam, emotionsgeladen und voll Spannung ist „Der Duft von Erde und Zitronen”. Margherita Oggero entführt uns in die fast noch archaische Welt des italienischen Südens, in der ein Mädchen schließlich durch die Liebe zur Literatur den Mut findet, ihren eigenen Weg zu gehen.MEINE MEINUNG:Von diesem Buch habe ich schon ein wenig gehört und mir gefiel das Cover ausgesprochen gut und ich ahbe mir den Klappentext durchgelesen und auch dieser gefiel mir und nun habe ich das Buch gelesen.Am Anfang muss ich sagen, war wirklich skeptisch, denn die ersten fast 100 Seiten habe mich total irritiert und ich wusste nicht woran ich an diesem Buch bin. Es gibt ganz viele Handlungsstränge und Personen, da kommt man schon durcheinander und man weiß nicht so recht, was das mit der Geschichte an sich zu tun hat.Ich glaube, wenn sich das Buch nicht so gut gelesen lassen hätte, hätte ich es abgebrochen, aber die Autorin hat einen schönen und gut lesebaren Schreisbtil und ich war ja trotzdem neugierig. Nach und nach ergibt dies auch alles einen Sinn, die Handlungsstränge werden zusammengeführt, man erfährt somit vieles aus der Vergangenheit und ein wenig aus der Gegenwart.Und da ist schon der nächste Hacken, wenn man den Klappentext liest, erwartet man eigentlich eine Geschichte über Imma und Bücher, aber dies ist nur ein ganz kleiner Bestandteil des Buches und das fand ich schon schade, denn wir lesen überwiegend die Story aus der Vergangenheit, über ganz viele andere Personen, aber doch relativ wenig über Imma und dies enttäuschte mich schon, weil der Klappentext was anderes verspricht.Dennoch ist das Buch gut und wenn man erstmal die Zusammenhänge versteht, ist es auch logisch gut durchdacht und ausgearbeitet und man ist auch schnell durch damit.Aber was mich am meisten störte ist das Ende - ich hatte schon gehört, dass das Ende ein wenig offen gehalten ist, wenn es nur das wäre, aber es gibt kein wirkliches Ende, keine Auflösung und das finde ich wirklich schade, weil dann alles passieren kann und es lässt einen unbefriedigt zurück, das hätte ich lieber anders gehabt.FAZIT:Ein sehr ungewöhnliches Buch, dass so ganz anders ist und mich persönlich nicht vollkommen überzeugen konnte!!!3/5 Sternen

  • Themistokeles
    2019-04-07 23:21

    Eine Sache, die bei diesem Buch ehrlich sehr schade ist, ist dass der Klappentext des Verlags, durch einen Satz zu viel, jedwede Spannung von vornherein zunichte macht und man schon von Beginn an die wichtigste Sache an dem ganzen Buch weiß.Es ist nämlich so, dass dieses Buch davon lebt, dass man nicht weiß wieso Imma wie eine Gefangene bei ihrer Extante leben muss und von daher rate ich dringend ab den Klappentext zu lesen, wie man ihn im Original vorfindet.Ansonsten versetz einen der Roman in ein sehr eigenartiges Zeitgefühl, da einem Deutschen das Leben in dörflichen Gegenden Süditaliens doch sehr fremd vorkommt und vor allen Dingen in der heutigen Zeit kaum vorstellbar wirkt. Man muss denken, dass die Geschichte höchstens in den Achtzigern spielen kann und doch liest man zeitgleich von Internet und Smartphones, die es erst in neuerer Zeit gibt und die vollkommen deplaziert wirken.Einfach, weil es schwer ist, sich vorzustellen, dass die Zeit an solchen Orten in einem gewissen Maß stehengeblieben zu sein scheint, fühlt man sich beim Lesen irgendwie seltsam. Zudem hat das in meinen Augen auch alle Charaktere deutlich älter wirken lassen, als sie es tatsächlich sind, da sie auf einen altbacken wirken.Vor allen Dingen Imma als Erzählerin wirkte nur wenig authentisch, da sie für eine Dreizehnjährige deutlich zu erwachsen denkt und erzählt, so dass ich die meiste Zeit davon ausgegangen bin, dass sie mindestens schon siebzehn oder noch älter ist.Jedoch muss ich sagen, lässt das Buch sich ansonsten sehr gut lesen und schafft es auch einem, besonders über die erzeugte Atmosphäre, in das so ganz andere Leben in Süditalien zu versetzen, das fremd und grausam erscheint in einigen Belangen. Vor allen Dingen jedoch wird man zum Nachdenken angeregt, über das Leben dort und vor allem auch über das Schicksal von Imma und anderer Frauen, denen es in der Realität wohl nicht viel anders ergehen wird.Wäre der Klappentext nicht so verräterisch, dann wäre für mich bestimmt noch ein wenig mehr Spannung gegeben gewesen, so aber fehlt diese und das Buch ist einfach nur Gedanken anregend, aber eher ruhig und daher weniger für Spannung liebende Leser geeignet.

  • Filo
    2019-04-22 01:20

    Das Buch besteht aus mehreren Handlungssträngen, die sich mit der Zeit zu einem Geflecht aus Informationen schließen. So erlebt man mit Imma ihre Gefangenschaft in der Wohnung ihrer Tante, gleichzeitig erfährt man aber auch über die Familiengeschichte von Assunta und Saverio und über die Vergangenheit von Immas Tante. Dadurch entsteht während des Lesens Spannung, da man Informationen nach und nach erhält und man unbedingt wissen will, wie das nun alles zusammenhängt.Die Charaktere, von denen im Buch ziemlich viele eine wichtige Rolle spielen, sind alle auf ihre Weise speziell. Imma wuchs mir dabei am meisten ans Herz, aber auch ihre Tante, Graziella und Tore mochte ich immer mehr.Selbst Personen die eher im Hintergrund stehen, kann man sich gut vorstellen und so hat man kein Problem in Immas Welt abzutauchen.Der Schreibstil der Autorin war für mich am Anfang etwas ungewöhnlich, mit der Zeit gewöhnte ich mich aber daran, so dass er mir am Ende sogar gut gefiel. Margherita Oggero lässt einen in die Süditaliennische Welt eintauchen, die man vor dem Lesen zumeist noch nicht sehr gut kennt. Durch ihre Beschreibungen erwacht diese Welt ziemlich bald zum Leben und so lernt man auch viel über die dortige Lebenskultur.Mit dem Ende war ich dann allerdings nicht so zufrieden, da es sehr abrupt kam und ich gerne noch einige Fragen beantwortet hätte. Es wirkt ein bisschen so, als hätte die Autorin keine Lust mehr gehabt, sich für das Ende viel auszudenken und so endet es sehr plötzlich.Mein Fazit:Ein spannender, abwechslungsreicher Roman, der einen schnell in seinen Bann zieht. Das Ende ist leider im Gegensatz zum Rest des Buches sehr plötzlich und lässt viele Fragen offen. Trotzdem ist das Buch sehr empfehlenswert.

  • Tea
    2019-04-10 21:10

    Imma è una ragazza bella, intelligente e introversa di 13 anni. Vive vicino al mare nell’Italia meridionale ma deve nascondersi al nord nell’appartamento di una amica della sua familia a causa di qualcosa que è successo entre lei e il figlio di un capo del camorra. La sua vita è dunque in pericolo. Gradualmente si impara cio che è successo per arrivare a questo punto. I capitoli alternano entre quelli narrati per Imma che parla della sua isolazione e della vita in attesa e quelli in terza persona che sviluppano la trama e descrivono gli altri personaggi. Al principio non si può indovinare il ruolo che giocano. Finalmente tutti i fili construiscono. Il romanzo dà un’impressione della vita italiana – I giovani che emigrano per trovare lavoro piu prestigioso, e le opinioni antiquate per quanto riguarda le donne che sono ancora guidicate secondo il lavoro domestico e la maternità. E un romanzo che fa indovinare. La trama è piu interessante che i personaggi, ma Imma suscita la pietà perche e solitaria, lontana della sua familia, e vietata di uscire per proteggere la suà sicurezza. La questione che domina il romanzo e come risolverà la situazione?

  • Kebenna
    2019-04-04 03:05

    Margherita Oggero non delude mai! Bella la trama, tracciati perfettamente i personaggi, storia che si dipana su più generazioni senza appesantirsi mai. E bello il finale, un'alzata di testa che speriamo sia di buon augurio per tutti!

  • 61pat
    2019-04-21 05:21

    Comincia in sordina. Poi è un crescendo come storia e come personaggi. Veramente bello!

  • Circlestones Blog
    2019-04-18 05:08

    Nice written story with a constantly switching narrative thread. At the beginning a little bit irritating.

  • ruediger
    2019-04-26 05:06

    so lala